Material · Aluminium

Aluminium ätzen

Aluminium lässt sich gut chemisch ätzen — Standard-Ätzmittel ist eine alkalische Lösung (Natronlauge oder spezielle NaOH-basierte Bäder). Ideal für leichte, gratfreie Bauteile in Leichtbau, Elektronik und Wärmeleittechnik.

Kurz: Aluminium-Bauteile aus 0,1–2,0 mm Blech werden gratfrei und spannungsfrei geätzt. Anders als bei Edelstahl/Kupfer kommen alkalische Ätzlösungen zum Einsatz. Typische Toleranzen ± 0,03 mm.

Geeignete Aluminium-Werkstoffe

WerkstoffEigenschaftAnwendung
EN AW-1050 (Al99,5)Reinaluminium, sehr gute LeitfähigkeitWärmeleitelemente, Elektrik
EN AW-3003 (AlMn1Cu)Mittelfeste KnetlegierungGehäuse, Leichtbau
EN AW-5754 (AlMg3)Korrosionsbeständig, schweißbarMaritime & Outdoor-Anwendungen
EN AW-6061 (AlMgSi1Cu)Hochfeste KonstruktionslegierungStrukturbauteile
EN AW-7075Sehr hochfest (Luftfahrt-Standard)Hochbelastete Komponenten

Typische Anwendungen

  • EMV-Abschirmungen für Elektronikgehäuse (leicht, leitfähig)
  • Wärmeleitelemente, Heat-Spreader
  • Typenschilder, Frontplatten, Bedienelemente (oft mit Eloxal-Veredelung)
  • Leichtbau-Bauteile in Luftfahrt und Automotive
  • Filter und Siebe für Lebensmittel-, Wasser- und Luftanwendungen

Besonderheiten

  • Alkalische Ätzlösung — Prozessführung weicht von FeCl₃-Anlagen ab; nicht jeder Ätzbetrieb hat dedizierte Aluminium-Linien
  • Nach dem Ätzen oft eloxiert oder pulverbeschichtet, um Korrosionsschutz und Optik zu verbessern
  • Materialdicken 0,1–2,0 mm sind Standard, dünnere Folien (bis 0,05 mm) sind mit Spezial-Anbietern möglich

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