Ätzverfahren im Überblick
Ätzen ist ein subtraktives Fertigungsverfahren, bei dem Material kontrolliert durch chemische, elektrochemische oder physikalische Prozesse abgetragen wird. Im Industriealltag sind vier Verfahren relevant — jedes mit eigenem Anwendungsfeld.
Chemisches Ätzen (Nassätzen)
Materialabtrag durch saure oder alkalische Ätzlösungen. Standard-Verfahren für gratfreie Präzisions-Bauteile aus Blech. Stückzahlen von Prototyp bis Großserie.
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Verfahren 2Fotochemisches Ätzen
Photoresist + UV-Belichtung + Ätzlösung. Höchste Strukturpräzision und Reproduzierbarkeit. Ideal für komplexe Geometrien aus dünnen Blechen (0,02–2,0 mm).
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Verfahren 3Elektrochemisches Ätzen
Stromgestützter Materialabtrag — schonend, präzise, ideal für Markierungen, Typenschilder und Mikrostrukturen ohne mechanische oder thermische Einwirkung.
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Verfahren 4Trockenätzen (Plasma / RIE)
Physikalisch-chemischer Abtrag durch reaktive Gase im Plasma. Domäne der Halbleiter- und MEMS-Fertigung. Höchste Strukturauflösung im Mikro- und Nanobereich.
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Vergleich mit anderen Fertigungsverfahren
- Lasern vs. Ätzen — Wann lohnt sich welches Verfahren? Toleranzen, Wärmeeintrag, Stückzahl-Logik.
- Stanzen vs. Ätzen — Werkzeugkosten, Gratbildung, geometrische Freiheit.
Welches Verfahren passt zu Ihrem Bauteil?
Stellen Sie eine Anfrage — wir prüfen Material, Bauteilgeometrie und Stückzahl und leiten an einen Ätzbetrieb weiter, der das passende Verfahren beherrscht.