Chemisches Ätzen in der Medizintechnik
Medizintechnik ist eine der anspruchsvollsten Anwendungsbranchen für chemisches Ätzen — Bauteile müssen biokompatibel, autoklavfest, gratfrei und reproduzierbar sein. Chemisches und elektrochemisches Ätzen erfüllt diese Anforderungen prozesssicher.
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Typische Bauteilfamilien
- Implantate — Osteosynthese-Platten, Stent-Vorprodukte, Komponenten für Dentalimplantate
- Chirurgische Instrumente — Klingen, Scheren-Komponenten, Hakenelemente
- Mikrokomponenten — Filter für Mikrofluidik, Mikrosiebe für In-vitro-Diagnostik
- UDI-Markierungen — elektrochemisch geätzte Codes, autoklavbeständig
- Dental-Komponenten — Brücken-Vorprodukte, kieferorthopädische Bauteile
- Sensor-Komponenten für Diagnostikgeräte
Werkstoffe
- Edelstahl 1.4404 (AISI 316L), 1.4435 — Standard medizinisches Edelstahl, korrosionsbeständig, autoklavfest
- Edelstahl 1.4310 federhart — chirurgische Federn, Klemmen
- Titan Grade 2 — biokompatibel, korrosionsbeständig
- Titan Grade 5 (Ti-6Al-4V), Grade 23 (ELI) — hochfest, Implantat-Qualität
- Kobalt-Chrom-Legierungen — Hochleistungs-Implantate
Regulatorische Aspekte
Lieferanten für medizinische Bauteile arbeiten typisch nach ISO 13485 und liefern materialspezifische Zertifikate (z. B. EN 10204-3.1) sowie Nachweise zur Reinigung und Biokompatibilität. Beim Anfragen sollten Sie den Anwendungsbereich (Patientenkontakt? Implantation? Reinraum-Fertigung?) angeben, damit der passende Anbieter ausgewählt wird.