Über uns

Seit 1998 in der Ätztechnik

Hinter aetzen.de steht Michael Leibrecht. Bevor er 1998 das Portal aufbaute, arbeitete er mehrere Wochen im Werk eines englischen Ätzbetriebs mit: an der Ätzanlage, in der Maskenherstellung und in der Qualitätssicherung.

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  • Plattform seit 1998
  • Kostenlos & unverbindlich
  • Spezialbetriebe im DACH-Raum
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Kurz: 1997 übernahm Michael Leibrecht per Handschlag den Deutschland-Vertrieb für einen englischen Ätzbetrieb. Ein Jahr später ging aetzen.de online. Seitdem betreibt er das Portal durchgehend: erst als Vertriebsweg, heute als Anfrage-Plattform, die Ätz-Anfragen an spezialisierte Betriebe im DACH-Raum weiterleitet. Werbepartner ist die Ätztechnik Herz GmbH.
Michael Leibrecht hält eine photochemisch geätzte Edelstahl-Visitenkarte in die Kamera. Auf der Karte sind Ätz-Demonstrationsstrukturen zu sehen sowie die Aufschrift „Photochemisch geätzt von: Photofabrication (Services) Ltd., England
Die Karte aus den Anfangsjahren: eine photochemisch geätzte Edelstahl-Visitenkarte des englischen Ätzbetriebs Photofabrication (Services) Ltd., mit Michael Leibrecht als deutschem Partner und der Adresse www.aetzen.de. Links und rechts sind Demonstrationsstrukturen eingeätzt: Kammraster, Wabenfeld und feinste Stege, mit denen die Auflösung des Verfahrens gezeigt wurde. Solche Musterkarten waren die Visitenkarte der Branche: Was darauf noch sauber steht, kann der Betrieb auch fertigen.

Wie es angefangen hat: ein Handschlag, 1997

Ein englischer Ätzbetrieb wollte Ende der 1990er nach Deutschland expandieren und suchte jemanden, der den Markt hier aufbaut. Das Mandat „Sales in Germany" kam 1997 per Handschlag vom damaligen Inhaber. Ohne Vertrag. Typisch Mittelstand und „ehrbarer Kaufmann". Ein Jahr später ging aetzen.de online: zunächst als Vertriebsweg für genau diesen Betrieb, mit dem denkbar direktesten Namen, den die Branche im Deutschen hergibt.

Die Domain ist seitdem durchgehend in Betrieb, inzwischen seit über 25 Jahren. Das Foto oben zeigt eine geätzte Musterkarte aus dieser Zeit: englischer Fertiger, deutscher Partner, eine Internetadresse, die es heute noch gibt.

Wochen im Werk: Ätztechnik von innen

Um die Bauteile beim Kunden fachlich vertreten zu können, arbeitete Michael Leibrecht in den Anfangsjahren mehrere Wochen im englischen Werk mit: an der Ätzmaschine, in der Maskenherstellung, in der Fertigung und in der Qualitätssicherung, vom Eingang der Anfrage bis zum geprüften Bauteil.

Michael Leibrecht erinnert sich

„Ein besonderes Highlight während dieser Zeit war eine Messe in Birmingham. Man muss wissen: Mein Englisch war damals nicht besonders gut, schon in der Schule nicht. Aber die Leute wussten das ja nicht. Wenn du auf einer Messe am Stand stehst, sprechen dich die Leute natürlich an, als wärst du zum einen Engländer und hättest zum anderen Ahnung von Ätztechnik. Tatsächlich war ich gerade erst dabei, mir das Ätz-Wissen anzueignen, und mein Englisch war eben auch nicht das Allerbeste. Es war im wahrsten Sinne des Wortes: Man lernt im kalten Wasser einfach das Schwimmen. Rückblickend bin ich für diese Erfahrung sehr dankbar."

Seit dieser Zeit ist er drangeblieben. Das fachliche Material dieser Seiten kommt aus dieser Zeit: die erreichbaren Toleranzen beim fotochemischen Ätzen, die Konstruktionsregeln für gratfreie Bauteile und die Rolle der Photomaske bei Kosten und Machbarkeit.

Messen und Fachverband

In den Aufbaujahren war Michael Leibrecht als Mitarbeiter für Ätztechnik-Unternehmen Aussteller auf der Productronica und der electronica in München, beides Leitmessen der Elektronikfertigung, wo geätzte Bauteile wie Lead-Frames, Federkontakte und EMV-Abschirmungen ihre Abnehmer finden. Am Stand beriet er Kunden zur Ätztechnik; die Referenzen kamen aus praktisch allen Anwendungsfeldern.

Dazu kam die Teilnahme an einer Sitzung des Photochemical Machining Institute (PCMI), des internationalen Fachverbands der Branche. Dort tauschen sich die fotochemischen Ätzbetriebe weltweit über Verfahren, Grenzen und Normen aus.

Warum er drangeblieben ist

Michael Leibrecht persönlich

„Mich haben nie nur die technischen Vorteile fasziniert. Ätzen ist ja eine Technologie, die schon etwas älter ist, und trotzdem: kleine Stückzahlen, schnelle Ergebnisse, Rapid Prototyping, das fand ich schon immer faszinierend. Genauso die gestalterische Seite, im Modellbau oder bei Schildern, wenn mit Farben gearbeitet wird, geätzte Wappen zum Beispiel. Das ist bis heute so geblieben: Wenn ich irgendwo Bauteile mit kleinen Radien sehe, die einfach diese Präzision erfordern, und sei es beim Einsteigen ins Auto, dann muss ich an Ätzen denken. Erst 2025 hatte ich das Vergnügen, bei der Firma Herz das Werk zu besichtigen, mit einer persönlichen Führung. Das hat mich motiviert und bestärkt. Was die Ätztechnik für die verschiedensten Industrien leistet, diese Vielfalt finde ich nach wie vor faszinierend."

Was aetzen.de heute ist

Aus dem Vertriebsweg von damals ist eine Anfrage-Plattform geworden. Wer heute ein Ätzteil braucht, beschreibt es hier in drei Schritten (Material, Bauteil, Kontakt), und die Anfrage geht an einen spezialisierten Ätzbetrieb im DACH-Raum, der zum Material- und Mengenprofil passt. Für Anfragende ist das kostenlos und unverbindlich.

Werbepartner der Plattform ist die Ätztechnik Herz GmbH; Anfragen außerhalb deren Materialprofil werden an andere Spezialbetriebe vermittelt. aetzen.de fertigt selbst nicht und bietet keine Beratung an. Die Plattform stellt den Kontakt her; Angebot, Rückfragen und Auftrag laufen anschließend direkt zwischen Ihnen und dem Ätzbetrieb. Für Anfragende entstehen dabei keine Kosten und keine Zwischenstufe.

Wissen aus der Praxis

Die fachlichen Inhalte dieser Seite stammen aus dieser Praxis:

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