Material · Nickel

Nickel ätzen

Nickel und Nickel-Legierungen lassen sich chemisch ätzen — wichtigste Einsatzfelder sind Sensorik, EMV-Schirmungen und magnetisch hochpermeable Bauteile (Permalloy/Mu-Metall). Standard-Ätzmittel ist FeCl₃- oder HNO₃-basiert.

Kurz: Reines Nickel (Ni 99,6), NiCr und NiFe-Legierungen (Permalloy, Mu-Metall) sind ätzbar. Materialdicken 0,05–1,5 mm. Toleranzen ± 0,02–0,04 mm. Wichtig bei magnetisch weichen Werkstoffen: keine mechanischen Spannungen — daher ist Ätzen oft das einzige geeignete Verfahren.

Geeignete Nickel-Werkstoffe

WerkstoffEigenschaftAnwendung
Ni 99,6 (Nickel 200)Reines Nickel, korrosionsbeständigAnoden, Batterieelektroden, Chemieanlagen
NiCr (z. B. NiCr8020)Heizleiter-LegierungHeizelemente, Widerstandsdraht-Bauteile
NiFe (Permalloy 80/20)Hochpermeabel, weichmagnetischMagnetschirmungen, Transformatoren-Bleche
Mu-Metall (NiFeCuMo)Höchste PermeabilitätEMV-Schirmung empfindlicher Sensoren
Invar (NiFe36)Sehr niedriger Wärmeausdehnungs-KoeffizientPräzisionsmesstechnik, Optik-Halterungen
Kovar (NiCoFe)Wärmeausdehnung angepasst an GlasGlas-Metall-Durchführungen, Vakuumtechnik

Warum Ätzen bei magnetisch weichen Werkstoffen alternativlos ist

Permalloy und Mu-Metall verlieren ihre hohe magnetische Permeabilität, sobald sie mechanisch oder thermisch beansprucht werden. Lasern führt zu Wärmeeintrag und Permeabilitäts-Verlust, Stanzen induziert Verspannungen. Chemisches Ätzen ist spannungs- und wärmefrei — die magnetischen Eigenschaften bleiben vollständig erhalten.

Typische Anwendungen

  • Magnetische Schirmungen für Hall-Sensoren, Photomultiplier, MRT-Geräte
  • Transformator- und Drosselblech-Komponenten
  • Encoder-Skalen aus Invar (thermisch stabil)
  • Anschluss-Bauteile (Kovar) für Glas-Metall-Durchführungen
  • Mikro-Heizleiter, Sensorelemente
  • Batterie-Elektroden, Brennstoffzellen-Komponenten

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